Tradition

Beim Kürbisputzen

Das Kürbiskernöl wird in der Südsteiermark bereits seit mehr als 300 Jahren hergestellt. Der ursprünglich aus Südamerika stammende Kürbis war als Gemüse und Öllieferant sehr willkommen, das Öl war allerdings lange Zeit als "arme Leute Öl" weit unter seinem Wert angesehen. Alle Arbeiten vom Sähen über Unkrautbekämpfung bis zur Ernte wurden ausschließlich händisch gemacht. Die frisch geernteten Kürbiskerne wurden in der Sonne getrocknet und während der Wintermonate geschält.

In der Zeit von Dezember bis Februar brachten die Landwirte ihre Kürbiskerne zur Ölmühle, um sie dort zu Kürbiskernöl verarbeiten zu lassen. Die Kerne wurden in einfachen Steinmühlen gemahlen und dann händisch von zwei Mägden in einem Holztrog mit Wasser verknetet.

In etwas größeren Eisenpfannen und später in Gußpfannen wurde der Kernbrei über dem Holzfeuer geröstet und in einfachen, händisch betriebenen Pressen ausgepreßt.

Das fertige Kernöl lagerte man in Tonkrügen, welche einen natürlichen Lichtschutz boten. Kürbiskernöl wurde für das ganze Jahr im voraus produziert, was der Qualität nicht sehr zuträglich war. Heute erzeugt man es wöchentlich frisch.

Es ist schon interessant: Auf den ersten Blick wirken die Geräte und Werkzeuge im Museum wahrlich wie aus einer anderen Zeit, doch bei genauerem hinsehen erkennt man schnell, wie fortschrittlich damals schon gedacht wurde, hat sich doch an der eigentlichen Arbeitsweise seither nichts wesentlich verändert. Die neue Technik ermöglicht uns natürlich, mit viel weniger manuellem Arbeitsaufwand zu produzieren, aber für die Herstellung von Kürbiskernöl in höchster Qualität ist der Mensch und sein über Generationen erlangtes Wissen noch immer unverzichtbar.

Das alte Wasserrad der Ölmühle Hartlieb
Mulder mit Werkzeug
Ölkuh

Ölmühle - Landesprodukte Hartlieb, A-8451 Heimschuh 107, Tel.: 0043 3452 82551 0

Ölmühle Hartlieb, Symbol für Qualität und Tradition

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